Es gibt nichts auf Erden, kein Unglueck, keine Sorge, kein Elend, das groesser waere als der Trost, der von Jesus kommt.
Das Museum
PDF

Maison Schweitzer Günsbach

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag 9 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr
im Juli und August auch Sonntags
(Karfreitag bis Ostern und Weihnachten bis Mitte Januar geschlossen)

Dadurch, dass Albert Schweitzers Tochter Rhena das Haus ihres Vaters der Internationalen Albert-Schweitzer-Vereinigung (AISL) schenkte, wurde es möglich, einige Räumlichkeiten als einfaches Museum zugänglich zu machen. Kamen früher vor allem ältere Leute, die den Urwalddoktor noch gekannt hatten, so sind es heute auch viele junge Menschen, die sich von seinem Leben und Denken angezogen fühlen. Und davon spricht dieses Haus in eindrücklicher Sprache.

Rechts vom Eingang befindet sich das bescheidene Schlaf- und Arbeitszimmer, das so geblieben ist, wie es Schweitzer bei seinem letzten Besuch im Jahre 1959 zurückgelassen hat. Einzig seine Wiege, die lange Zeit noch in der Familie weiterbenützt worden ist, kam später dazu. Unübersehbar steht in einer Ecke die Kopie eines Kopfes, der zu einem Denkmal gehörte, das früher in Colmar stand. Nach seinen eigenen Worten ist Schweitzer als Knabe und als junger Mann immer wieder dorthin gegangen, weil ihn der schwermütige Gesichtsausdruck des Afrikaners in seinen Bann zog.

Die Bilder an den Wänden zeigen Menschen und Orte, die Schweitzer in seinem Leben wichtig waren. Neben den Familienangehörigen sind es Persönlichkeiten aus dem Elsass wie der Reformator Bucer oder Pfarrer Oberlin, der sich als Helfer der Armen im Steintal betätigt hatte.

Im Treppenhaus sind bis zum Dachstock Bilder von Orgeln aufgehängt, auf denen Schweitzer gespielt hat und mit denen er sich verbunden fühlte. Zudem halfen ihm die Orgelkonzerte, das Geld aufzubringen, das er für Lambarene benötigte.

Daneben erinnert das Bild mit den lateinischen Worten «veneratio vitae», das dem Haus von einem japanischen Maler geschenkt worden ist, an die Tatsache, dass Schweitzer seine Welt- und Lebensanschauung in dem Ausdruck «Ehrfurcht vor dem Leben» zusammengefasst hat. Damit fordert er die Menschen auf, ihrem Leben Sinn zu geben und der Welt zu echtem Fortschritt zu verhelfen, indem sie ihre grenzenlose Verantwortung für alles, was lebt, erkennen, ernstnehmen und in die Tat umsetzen.

Die Urkunde des Friedensnobelpreises aus dem Jahre 1952 und die Ehrenbürger-Dokumente verschiedener elsässischer Städte erinnern an die Anerkennung, die Schweitzer im In- und Ausland gefunden hat.

Der Familienstammbaum weist darauf hin, dass der Existentialist Jean Paul Sartre ein Grosscousin von Schweitzer gewesen ist.

Bilder vom Spital in Lambarene von einst und heute machen deutlich, dass die dort geleistete Hilfe, die Menschen und Tieren zugute kommt, nichts von ihrer Notwendigkeit verloren hat.

Im ehemaligen Wohnzimmer fällt der Blick zuerst auf das Tropenklavier mit angehängtem Orgelpedal, das Schweitzer bei seiner ersten Ausreise nach Afrika von der Pariser Bachgesellschaft geschenkt erhielt und das ihm die Möglichkeit bot, mitten im Urwald weiter Orgel zu üben.

Neben der Ecke mit Möbeln aus dem elterlichen Pfarrhaus stehen Vitrinen mit Erinnerungsstücken, die wie die darüber aufgehängten Fotografien einzelne Abschnitte des langen Lebens Schweitzers illustrieren. Ferner finden wir hier den kleinen Klapptisch, an dem er während der Überfahrten zwischen Afrika und Europa seine Korrespondenz erledigte, an seinen Büchern schrieb und Fingerübungen machte, wenn er kein Instrument zur Verfügung hatte. 


Das Afrikamuseum

Emma Haussknecht, eine langjährige Mitarbeiterin Albert Schweitzers, hat auf ihren Reisen in die Dörfer rund um Lambarene eine grosse und wertvolle Sammlung von afrikanischem Kunstgewerbe und Brauchtum zusammengetragen.

Diese ist heute der Öffentlichkeit zugänglich, da der Gemeinderat von Günsbach in entgegenkommender Weise dafür im Obergeschoss der Mairie das ehemalige Klassenzimmer zur Verfügung gestellt hat, in dem Albert Schweitzer die ersten vier Jahre zur Schule gegangen ist. Freiwillige aus dem Dorf betreuen die Ausstellung und halten sie in der Ferienzeit für Besucher offen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Februar 2010 um 15:25 Uhr
 


News

Brief an UNO-Generalsekretär

An der Hauptversammlung hat die AISL beschlossen, mit einem Brief an den Generalsekretär der UNO, Herr Ban Ki-Moon, unsere Unterstützung zur Reduktion der Atomwaffen zum Ausdruck zu bringen.

 

Besucherzähler

heute138
gestern176
Woche808
Monat926
Alle50279